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Das ist ein Artikel den ich in der Zeitschrift "Einsicht"
vom Verein Kooperation mit der Natur® veröffentlicht habe.

Warum hat der liebe Gott den Kühen Hörner wachsen lassen?


Und jetzt eine Frage an die ganze Menschheit, aber besonders an die Regierung und an die Bauern, die einen Laufstall für mindestens 70 Tiere bauen und meinen, sie könnten ihren Kühen bei lebendigem Leibe einfach die Hörner abschneiden, und den Kälbern die ersten Ansätze des kleinen Horns, dort wo das Gewebe so empfindlich ist, mit einem Gerät veröden. Die Tiere leiden unendliche Schmerzen. Warum hat der liebe Gott den Kühen Hörner wachsen lassen? Viele Leser werden mit mir übereinstimmen, wenn ich behaupte, dass Kühe ohne Hörner traurig, dumm und unmöglich ausschauen. Der Hauptgrund, warum sie entfernt werden, ist die Verletzungsgefahr unter den Tieren selbst und für den, der mit den Tieren arbeiten muss. Der Umgang mit den Kühen verlangt sehr viel Aufmerksamkeit und Vorsicht. Da ist die Kooperation zwischen Mensch und Tier wieder gefragt. Hörner sind wichtig für den Gleichgewichtssinn. Sie dienen als eine Art Antenne zum Universum und, wie einige Wissenschaftler inzwischen beweisen können, als wichtiges Organ für die Gesundheit der Tiere. Das Gehörn ist für die Lebenskräfte in der Milch wichtig, was Dr. med. vet. Wilhelm Höfer verdeutlicht hat, indem er die Milch von zwei Rindern, beide aus Biobetrieben, einfror und die Struktur der Kristalle untersucht hat. Die Milchkristalle der Kuh mit Hörnern zeigten ein schönes Gebilde, wohingegen bei der Milch der hornlosen Kuh eine zerfetzte, unschöne Struktur festgestellt wurde. Nun kann man sich die Auswirkungen vorstellen, wenn viele Bauern solche Milch an die Molkereien liefern. Wen wundert es dann noch, dass so viele Menschen keine Milch und Milchprodukte mehr vertragen. Ich bin der Meinung, wenn die Bauern so viel Milch produzieren, können sie irgendwann in ihrer Milch baden, weil immer mehr Menschen an Kuhmilchallergie leiden. Die Fütterung mit Futtermischwägen hat sich auch nicht als besonders günstig erwiesen (außer dass die Milchproduktion zu steuern ist). Viele Tiere sind schon verendet, weil sie nicht artgerecht gefüttert wurden. Rohfaser also Heu, Krummet, und frisches Gras, sehen die wenigsten noch auf dem Futtertisch, da es Ganzjahressilage gibt. Sie bekommen alles schön vermischt als Mus serviert. Eine Kuh braucht Rohfaser, keinen Brei aus Biertrebern, Silo, Kartoffelbrei, Mais, Kraftfutter, und dergleichen. Die andersartigen Mägen der Rinder sind nicht für dieses Mischmasch ausgerichtet. Aber auch hier gilt, Hauptsache die Kühe geben viel Milch. Was machen die Bauern mit der Milch, wenn sie niemand mehr verträgt? Noch ein Wort zum Laufstall: Es ist unverantwortlich von der Regierung, solche Massentierhaltungen in unserer Zeit auch noch finanziell zu fördern. Die Bauern nehmen dankend an und merken oft gar nicht, dass sie ihr eigenes Grab schaufeln. Meist treiben diese Bauern die Tiere nicht mehr auf die Weide, weil sie zu wenig Weideflächen haben. Das ganze Gras wird zu Silage verarbeitet. Die Kühe erkranken oft schon nach kurzer Zeit an den Füßen, weil das Laufen auf den Spaltenböden im Laufstall für sie nicht gut ist. Als Begründung für einen Laufstallbau muss dann die artgerechte Haltung her. Ist es artgerecht, den Kühen die Hörner abzuschneiden, sie falsch zu ernähren, nur weil man mehr Milchgeld auf dem Konto haben will? Und ist es artgerecht, dass der Kontakt zu den Tieren immer weniger wird, weil man bei so vielen sich gar nicht mehr um jedes einzelne kümmern kann? Und ist es auch artgerecht, Antibiotika zu füttern oder auf andere Art zu verabreichen, wo vielleicht mit homöopathischen Arzneimitteln oder guten alten Hausrezepten geholfen werden könnte? Manche Krankheiten würden gar nicht auftreten, wenn die Tiere nicht in den Ställen gestapelt und gequetscht würden! Das Antibiotikum ist manchmal lebensnotwendig. Doch wenn man sich vorstellt, dass Antibiotika sogar im von der Kläranlage gereinigten Wasser noch nachweisbar sind und wieder in den Nahrungskreislauf kommen, dann braucht man sich nicht wundern, wenn Mensch und Tier irgendwann immun dagegen sind. Manchmal kommt es mir vor, als wären die Bauern nur Roboter, die das ausführen, was "die da oben" eingeben. Leute mit null Erfahrung in der Landwirtschaft meinen, nur weil sie Millionen von Euro Zuschuss für den Bau eines Laufstalls geben, dürften sie den Bauern vorschreiben, wie, wie groß und für wie viele Tiere mindestens gebaut werden muss. Die Bauern sind zwar selbständig, aber sie sind Sklaven der Regierung. Die kleinen Bauern mit wenig Grund, der noch dazu oft schwierig zu bearbeiten ist, mit einem kleinen Milchkontingent, mit einem Stall, der schon 150 oder 200 Jahre alt ist, die aber auf ihre Tiere schauen, haben hier oft keine Chance mehr. Da ist es schon verlockend einen neuen Stall zu bauen, auch wenn sie danach viele Schulden haben und Probleme bekommen. Ein neuer Laufstall ist keine Garantie für eine gute Gesundheit der Tiere, wenn so mit ihnen umgegangen wird. Sie werden regelrecht als Maschinen angesehen und behandelt, die möglichst viel Milch produzieren, wenig Arbeit machen und funktionieren, wie sich das die Besitzer vorstellen. Es gibt sogar Betriebe die dreimal am Tag die Kühe melken, damit die Milchproduktion immer wieder angeregt wird. Aber sind wir wirklich die Besitzer, oder ist uns eh nur alles geliehen? Wenn man sich von jemand anderen etwas ausleiht, zum Beispiel eine Bohrmaschine, sorgt man da nicht auch dafür, dass sie so zurückgegeben wird, wie man sie bekommen hat? Aber mit lebendigen Wesen können wir uns alles erlauben. Die können sich ja nicht wehren. Oder doch? Ich denke an Maul- und Klauenseuche, BSE, die Tiere werden nicht trächtig, die Gebärfähigkeit leidet, weil ihnen das "Hochgeschwanzte" weggezüchtet worden ist. Die Tiere müssen einen möglichst langen und geraden Rücken haben, einen guten Fleischansatz sollten sie haben, viel Milch sollen sie geben, das ist bei den Zuchtschauen sehr wichtig, das bestimmt den Preis und es scheint nicht wichtig zu sein, dass die Tiere leicht gebären können.(und dafür werden auch noch Preise verliehen!) Heute ist es so, dass die Bauern kleiner bis mittlerer Betriebe vor lauter Angst, nicht mehr existieren zu können, jeden Unsinn mitmachen, statt sich geschlossen gegen diese vernichtenden Beschlüsse zu wehren. (übrigens überträgt sich die Angst der Menschen auch auf die Tiere und damit durch das Essen von Fleisch wiederum auf die Menschen). Wo bleibt die Dankbarkeit den Tieren gegenüber? Es ist wichtig, dass die Bauern selbst wieder lernen ihren Tieren mit Achtung zu begegnen, und den Verkauf der Milch, die eigentlich den Kälbern gehört nicht als selbstverständlich anzusehen. Kennen sie einen Bauern, der sich bei seinen Tieren bedankt, weil sie sich zur Verfügung stellen, um ihm und seiner Familie das Einkommen zu sichern? Ich nicht! Wenn dann wird davon gesprochen, wie viel Milch der Bauer produziert. Kann er das wirklich, oder machen das seine Kühe? Hier um zu denken wäre sinnvoll, das würde sich das positiv auf den eigenen Betrieb auswirken. Die Bauern müssten die Möglichkeit haben einen Stall zu bauen, wo die Tiere sich bewegen können, ihre Hörner behalten, auf die Weide gehen können und das würde natürlich nur mit einer begrenzten Anzahl von Tieren gehen. Ich wünsche mir, dass die Verantwortlichen ihre Entscheidungen im und aus dem Herzen treffen, in dem Bewusstsein, dass die Zukunft ihrer Kinder und Kindeskinder auf dem Spiel steht und dass sie jeden Gedanken in Liebe denken und dementsprechend handeln würden. Wir Menschen vergessen immer wieder, dass wir nur das ernten können, was wir gesät haben. Menschsein heißt: „Im Sinne der Schöpfung leben“

 

Gedichte

Fische

Viele Fische lieben klares Wasser,
doch das gibt es bald nicht mehr,
darum sterben so viele davon
und bald ist leer das Meer.

Auch die Bäche, Seen und Flüsse,
sind nicht mehr rein und klar,
schade, dass es nicht mehr so ist,
so wie es früher war.

Wir kamen aus dem Wasser einst,
und dort gehn wir wieder hin,
dass wir unsere Gewässer heilen,
hätte also Sinn.

Das was die Fische können,
das könnten wir doch auch,
doch lassen wir den Kopf entscheiden
und selten nur den Bauch

Zu wissen, wanns richtig ist
sich treiben zu lassen,
oder gegen den Strom zu schwimmen,
meistens ganz allein gelassen.

Zu wissen, wanns richtig ist
gegen den Strom zu schwimmen,
oder sich treiben zu lassen,
würde uns Menschen weiterbringen.

Aber es ist schwer allein gegen die Massen,
viel leichter ist es, alles so zu lassen,
statt dem zu vertrauen, der uns führt
gar nicht so einfach dass man es spürt.

Egal ob Forelle oder Hecht,
sie schwimmen gegen den Strom
und wenn`s auch noch bergaufwärts geht,
gleiten sie dir schnell davon.

Wenn du als Mensch dich doch mal traust
und schwimmst mal gegen den Strom,
stehst du ganz schnell alleine da,
denn es gibt noch nicht viele davon.

Dass die Fische überleben,
wäre auch wichtig für uns,
aber leichter ist es alles zu zerstören,
denn das ist ja keine Kunst.

Fische leben nur im Wasser
solang es rein und klar
doch ist es nicht mehr so schön ,
so wie es früher war.

Wasser steht für unsere Gefühle,
die wir verdrängen, wo es nur geht,
oft fangen wir erst zu fühlen an,
wenn`s Wasser bis zum Hals uns steht.

Die Fische machen es uns vor ,
mal schwimmen sie gegen den Strom,
mal lassen sie sich treiben,
sie machen es mit Leichtigkeit,
das wollen sie uns zeigen.

Drum machs den Fischen nach und trau dich
und du wirst sehen, was du alles kannst,
ist so unglaublich.
Alleine stehen gegen Viele,
das kostet meist viel Kraft,
doch glücklich wird der sein,
der es hat geschafft.

Maria M. Widmann 07

 

Zeit

Wia schnell de Zeit zur Zeit vergäd,
do schdaun i oiwei wieda,
sie lafft davo, sie gäd und schdäd
und mancher schlogt sie nieda.

Dea oane hods, dea andere ned,
um Zeit do gibt’s oiwei a Gred.

Wenn ma se koa Zeit fia sich selba nimmt,
na is oft a so, dass im Leben na wos kimmt,
dass ma sich de Zeit nehma muass,
wennst doflaggst mit am brochan Fuaß.

Dann host vui Zeit zum nochdenga,
über des wos wirklich wichtig is
und wenn dia ebba Zeit duad schenga
dass di des gfreid, des woas i gwiss.

Zeit füreinanda nehma,
des is ganz fui wert,
wenn oana Zeit hod und de Ruah,
dass er dia wos erklärt.

Adiam mächst, dass de Zeit schdeh bleibt,
doch des wead ned passiern,
weil s`Lebn ständige Veränderung bedeit,
schnell vorbei sei kon des Leben.

Drum nutz de Zeit, de du host,
mach des, wos dia macht a Freid,
weil letzendlich is des, des oanzige,
so wertvoi is de Zeit.

Verschengs, genies, schau ned zruck,
des konnst dia wirklich schbarn,
schau noch vorn und dua s`Lem geniesn
ois andere is a Schmarrn.

Maria Magdalena Widmann Nov 08

 

Oimsumma
d`Sehnsucht bleibt

Schee is, wenn i vor da Hüttn sitz
und d`Sun scheint auf mei Haut,
des Rauschn von de Baam,
des plätschern vom Bachal
is mia so vertraut.

D`Impn, d`Wepsn, d`Schmetterling
flattern hin und her,
war i blos a so a Bienal,
so leicht und unbeschwert.

Kannt d`Oim und d`Berg vo ganz obn seng,
mei des waar ganz gwiss schee,
blos ohne Flügal kon i ned fliang,
kon nur auf da Erdn geh.

Ja so sicht a jedes Lebewesn
d` Welt von am andern Platz
und grod diese Vielfalt
is unser größter Schatz.

D´Sun gäd unter auf da Oim
und Zeit weads zum Schloffn geh,
i draam vom Fliagn und bin ganz seelig
und moing wea i aufn Gipfe geh.

S`Viech versorgn, zainer, miaddn,
kasn und buddan des g`hört ois dazua,
singa, Musi macha und hoagaschtn
und de himmlische Ruah.

Boid is da Summa wieda umma
und s´Lab foid vo de Baam,
na schneibts und d`Viecha miassn obe
dann hock i dahoam und draam.

Vom naxtn Summa
wenns wieda nauf treibn auf d`Oima
und i dro loan am Oimgartnzaun,
zwischn de Kaibe, Kia und Koima.

g´schriebn im Sommer 07 auf da Streinoim
von Maria Magdalena Widmann

© Maria Magdalena Widmann, 2010